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AMB Generali erreicht Gewinnzone


10.03.2004
Ad hoc

Die AMB Generali Gruppe (ISIN DE0008400002 / WKN 840002) hat den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Die drittgrößte Erstversicherungsgruppe in Deutschland erzielte für das Geschäftsjahr 2003 ein Konzernergebnis von plus 48 Mio. EUR nach Steuern vor Sondereffekten. Aus der Neuregelung zur Besteuerung von Lebens- und Krankenversicherern ergibt sich für das Konzernergebnis 2003 ein belastender Sondereffekt von 41 Mio. EUR. Damit weist die AMB Generali Gruppe einen Konzerngewinn von 7 (Vorjahr: -235) Mio. EUR aus. Vorstand und Aufsichtsrat der AMB Generali werden der am 19. Mai in Aachen tagenden Hauptversammlung eine Dividende auf Vorjahresniveau in Höhe von 1,35 EUR je Aktie vorschlagen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern als Folge der konsequenten strukturellen Sanierungsmaßnahmen und fortgesetzter Kostendisziplin ein deutliches Plus im operativen Geschäft.

Unter der Prämisse, dass keine außergewöhnlichen Schadenereignisse und negative Kapitalmarktentwicklungen eintreten, rechnet die AMB Generali Gruppe für 2004 mit einem Ergebnis nach Steuern von mindestens 200 Mio. EUR. Auf Wachstumskurs liegen weiterhin die Lebens- und Krankenversicherer der AMB Generali Gruppe. In der Lebensversicherung verzeichnete der Konzern bei den vorrangig gezeichneten Verträgen gegen laufenden Beitrag eine Steigerung um 3,3%. Im Teilsegment Kranken waren ein gutes Neugeschäft und Beitragsanpassungen maßgeblich für einen überdurchschnittlichen Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge um 9,8%. Im Zuge der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen zu Gunsten einer verbesserten Bestandsqualität entwickelten sich die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung mit -8,4% planmäßig rückläufig. Insgesamt konnten die Gesamtbeiträge der AMB Generali Gruppe - trotz der Sanierung in Komposit - auf 11.668 (Vorjahr: 11.646) Mio. EUR gesteigert werden. Ohne Sparanteile der Fondsgebundenen Lebensversicherung und der "Riester-Verträge" betrugen die gebuchten Bruttobeiträge 10.694 (Vorjahr: 10.735) Mio. EUR.

Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Ad-hoc-Mitteilung:

Durch die konsequente Anwendung der IAS-Impairmentregeln hat der Konzern zeitnah Abschreibungen auf Aktien, Beteiligungen und Investmentfonds in Höhe von 2,5 Mrd. EUR im Jahr 2002 und weiteren 287 Mio. EUR in 2003 bewältigt. Bei Dividendentiteln verzeichnete der Konzern zum Jahresende 2003 stille Reserven in Höhe von 61 Mio. EUR nach stillen Lasten in Höhe von 1.125 Mio. EUR zum Vorjahresende. Die Erholung der Börsen und die strikte Abschreibungspolitik im Vorjahr führten im Geschäftsjahr 2003 zu einem sprunghaften Anstieg des Kapitalanlageergebnisses um 3.259 Mio. EUR auf 3.172 Mio. EUR. Damit einhergehend stiegen die Leistungen auf 9.789 (Vorjahr: 7.595) Mio. EUR. Positiv auf das erfreuliche Konzernergebnis wirkten die im Vorjahr eingeleiteten Strukturmaßnahmen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sanierung nicht ausreichend rentabler Versicherungszweige und Geschäftsbeziehungen sowie eine nachhaltige Kostensteuerung in allen Geschäftssparten.


Unter anderem durch eine restriktive Zeichnungspolitik und die sorgfältige Risikoauslese in der Kfz-Sparte sowie den nahezu vollzogenen Ausstieg aus dem unrentablen Industriegeschäft gelang es, die Combined Ratio in der Kompositversicherung um 10,7 Prozentpunkte auf 99,5 % zu senken. "Damit bestätigt sich unser konsequenter Bereinigungskurs, den wir mit unserem Fitness-Programm vor mehr als einem Jahr eingeleitet haben," so Dr. Thießen. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch deutlich geringere Schadenlasten im Jahr 2003. Auch der bis 2005 geplante Stellenabbau von insgesamt 1.250 Mitarbeiterkapazitäten im Innendienst verlief planmäßig. Bisher konnten bundesweit 765 Stellen - davon mehr als 600 allein im Jahr 2003 - eingespart werden. Insgesamt sind die operativen Kosten der AMB Generali gegenüber dem Geschäftsjahr 2002 gesunken.

Aus der vorgeschriebenen periodischen Aktualisierung von Rechnungsgrundlagen in der Lebensversicherung ergab sich jedoch ein Anstieg der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb um 7,4% auf 2.099 Mio. EUR. Entsprechend stieg die Kostenquote von 19,5 auf 20,7% an. Im Geschäftsjahr 2003 belief sich der Steueraufwand der AMB Generali Gruppe auf 731 (Vorjahr: 65) Mio. EUR. Dabei hat sie von der kurz vor Jahreswechsel beschlossenen teilweisen Beseitigung der 2001 eingeführten systemwidrigen Besteuerung für Lebens- und Krankenversicherer profitiert. Nach der so genannten "80:20-Regel" dürfen Personenversicherer rückwirkend für die vergangenen drei Jahre 80% ihrer Verluste aus Anteilen an Kapitalgesellschaften, insbesondere aus Aktien und Investmentfonds, steuermindernd geltend machen.

Im Gegenzug werden Dividenden und Veräußerungsgewinne wieder in gleicher Höhe steuerpflichtig. Die AMB Generali Gruppe macht von dieser Option Gebrauch. Hierdurch reduzierte tatsächliche Steuern kommen den Kunden durch eine Zuweisung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugute. Aus dieser nur einheitlich wählbaren Option ergibt sich jedoch auch, dass die ursprünglich im Geschäftsjahr 2001 steuerfrei vereinnahmten Aktiengewinne nachträglich zu 80% zu versteuern sind. Darüber hinaus sind wieder latente Steuern zu berücksichtigen. Diese trugen wesentlich zum Anstieg des Steueraufwands auf 731 (Vorjahr: 65) Mio. EUR bei. Aus der Bildung latenter Steuern resultiert für die AMB Generali Gruppe ein ergebnisbelastender Sondereffekt in Höhe von 41 Mio. EUR.

Für das Geschäftsjahr 2004 rechnet die AMB Generali Gruppe mit einem insgesamt überdurchschnittlichen Beitragswachstum und Marktanteilsgewinnen im Versicherungsgeschäft. Träger dieses Wachstums werden die Lebens- und Krankenversicherer sein. Bei den Kompositgesellschaften ergibt sich aus der fortgesetzten Bestandsverbesserung ein leicht rückläufiges Beitragsaufkommen. Durch die im Konzern weiterhin forcierten Sanierungsmaßnahmen und eine fortgesetzte Kostendisziplin ist von einer erneuten Verbesserung im operativen Geschäft auszugehen. Unter der Prämisse, dass keine außergewöhnlichen Schadenereignisse und negative Kapitalmarktentwicklungen das laufende Jahr belasten, rechnet die AMB Generali Gruppe für 2004 mit einem Ergebnis nach Steuern von mindestens 200 Mio. EUR. Vor dem Hintergrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus und einer moderaten Aktienperformance wird es jedoch nicht an die Höhe der Ergebnisse vor 2002 anknüpfen können.

Den kompletten Konzernbericht 2003 finden Sie im Internet unter http://www.amb.de , Rubrik Investor Relations, Publikationen.




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